Bestandsaufnahme von Leontopithecus chrysomelas im ursprünglichen Verbreitungsgebiet und eine Vegetationscharakterisierung realisierter und potenzieller Lebensräume für eine Bewertung von Gebieten mit hoher Priorität für den Schutz
Kakaowälder, sogenannte Cabrucas spielen eine entscheidende Rolle, um das Überleben von Goldkopflöwenäffchen zu sichern. An der Kakaoküste Süd-Bahias stellen Cabrucas, die traditionelle Form des Kakaoanbaus, einen Matrixlebensraum dar, in dem andere Landschaftsformen, wie Waldfragmente, landwirtschaftliche Nutzflächen und Infrastruktur eingebettet sind. Ein Cabruca ist ein komplexes Agroforst-System, das auf schattentolerantem Kakao als Unterholzgewächs basiert, der unter einem komplexen und oft artenreichen Kronendach einheimischer Bäume angebaut wird. Dieses Forstwirtschaftssystem kann somit Lebensraum und Ressourcen für waldbewohnende Arten bieten, die in einer reinen Agrarlandschaft oder Plantage nicht überleben würden. So konnte die Kakaoküste von Süd-Bahia ein Hotspot der Artenvielfalt bleiben.
Im Gegensatz zu vielen anderen waldbewohnenden Tieren nutzen Goldkopflöwenäffchen und andere Krallenaffen Sekundärwälder und Cabrucas zur Nahrungssuche, z. B. nach Früchten, Nektar und tierischer Beute. Vor allem Früchte sind in Sekundärwäldern und Cabrucas in großen Mengen vorhanden, was auf eine bessere Lichtverfügbarkeit als in Primärwäldern zurückzuführen ist. Zudem sind Löwenäffchen in vielen Gebieten die letzten verbliebenen fruchtfressenden Säugetiere, wodurch sie eine Schlüsselrolle als Samenüberträger für die Verbreitung von Baumarten spielen.
- Schätzung des tatsächlichen geografischen Verbreitungsgebiets und der Bevölkerungszahl,
- Charakterisierung realisierter und potenzieller Lebensräume,
- Identifizieren Sie ökologische Faktoren, die die Verbreitung einschränkenL. chrysomelas und zu
- Identifizieren Sie aktuelle Bedrohungen.
Projektgebiet
Das Projektgebiet umfasst den ursprünglichen Lebensraum der Goldkopflöwenäffchen.
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