Reforesting a wildlife corridor to connect habitats Wiederaufforstung eines Wildtierkorridors,
um Lebensräume zu verbinden
AMAP begann im Juni 2018 mit der Wiederaufforstung eines Wildtierkorridors. In diesem mehrjährigen Projekt werden die aufgegebenen Viehweiden der Farm mit einheimischen Baumarten aufgeforstet, unterstützt von Freiwilligen aus Deutschland und Brasilien. Der Korridor wird zwei größere Waldgebiete miteinander verbinden und so der Fragmentierung des Lebensraums der gefährdeten Goldkopflöwenäffchen und anderer Arten entgegenwirken. Das Projektgebiet befindet sich an der Kakaoküste Bahias, einer Landschaft, die von traditionellen Kakao-Agroforstsystemen (Cabrucas) geprägt ist. Goldkopflöwenäffchen können Cabrucas als Lebensraum nutzen, wenn bestimmte wichtige Baumarten zur Nahrungssuche und als Schlafplätze vorhanden sind. AMAP’s Projektgebiet ist eines von nur zwei Gebieten, in denen Goldkopflöwenäffchen noch in größeren Beständen vorkommen, und hat daher eine große Bedeutung für das langfristige Überleben dieser Krallenaffenart. In dem Gebiet leben etwa 17-20 Familiengruppen mit jeweils 4 bis 12 Tieren. 46 Hektar ehemaliger Weidefläche konnte AMAP bisher mit etwa 50.000 Setzlingen aufforsten.

Seit 2018 wurden mehr als 80 einheimische Baumarten gepflanzt. Etwa 75 Prozent der gepflanzten Arten sind Pionierarten, die eine hohe Toleranz gegenüber direkter Sonnen-einstrahlung und ein schnelles Wachstum aufweisen. Darüber hinaus verbessern und regenerieren einige Pionierarten die Bodenfruchtbarkeit und entwickeln schnelle eine gute Beschattung des Untergrundes. Dadurch werden die dominante, wenig schattentolerante Grasarten verdrängt, die einen Großteil der vorhandene Nährstoffe binden und ein wachstum der Setzlinge verhindern. 25 Prozent der gepflanzten Baumarten sind Sekundär- und Klimaxarten, also typische Baumarten älterer Wälder. Die beiden Sukzessionsklassen werden in alternierendne Reihen im Abstand von 2 x 3 Metern gepflanzt. Dieses Pflanzschema hat sich bewährt und wird in vielen Aufforstungsprojekten, die der Renaturierung dienen, verwendet. Pro Hektar werden so ca. 1600 Setzlinge gepflanzt, was in etwa der Baumdichte eines gewachsenen Waldes entspricht.

Die Setzlinge werden von der lokalen Baumschule Floresta Viva bezogen. Es werden gezielt Baumarten gepflanzt, die Goldkopflöwenäffchen Nahrung oder Schlafplätze bieten, wie Eugenia sp., Protium heptaphyllum und Pouteria grandifolia, eine entsprechende Liste mit Baumarten wurde von Prof. Leonardo de Carvalho Oliveira erstellt, die wichtigsten Arten für Goldkopflöwenäffchen sind hier kategorisiert und priorisiert.

Durch die Wiederaufforstung von Wildtierkorridoren verbinden wir die Lebensräume und fördern die Vielfalt im Landschaftsraum Aufforstung Fazenda Bom Pastor und die Aufforstungsflächen Aufforstungsfläche 2020 Aufforstungsflächen 2021 Im Morgengrauen auf dem Weg zur Arbeit Vorbereitete Pflanzlöcher für neue Setzlinge Aufforstungsfläche 2020 Junge Setzlinge können schnell vom Gras überwachsen werden Cleomario schneidet das Gras um die Setzlinge herum Luiz bereitet Stöcke für die Setzlinge vor Romildo pflanzt einen Setzling Alisson pflanzt einen Setzling Während der Arbeit... mehr erfahren Aufforstung Die Aufforstungsflächen
Dargestellt sind die Aufforstungsflächen der Fazenda Bom Pastor. Die erste Fläche wurde 2018 aufgeforstet, bis 2021 folgte jedes Jahr weitere Fläche. Seit 2022 werden die Aufforstungsflächen gepflegt, um ein gutes Wachstum der Setzlinge zu gewährleisten.

Die verlassene Viehweide der Fazenda Bom Pastor im Jahr 2018, bevor wir mit der Restaurierung begannen

In einem kleinen Gewächshaus in der Nähe der Wiederaufforstungsflächen lagerten wir die Setzlinge, bis sie von Freiwilligen gepflanzt wurden.

Freiwillige aus Deutschland und Brasilien waren ein wesentlicher Bestandteil der Aufforstungsperioden 2018 und 2019

Auf der Fazenda Bom Pastor konnten zwischen 2018 und 2021 über 50.000 einheimische Bäume gepflanzt werden. Die am häufigsten gepflanzten Arten finden Sie unter Baumarten. Die vollständige Liste der gepflanzten Arten können Sie hier ansehen.

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