Seit 2018 wurden mehr als 80 einheimische Baumarten gepflanzt. Etwa 75 Prozent der gepflanzten Arten sind Pionierarten, die eine hohe Toleranz gegenüber direkter Sonnen-einstrahlung und ein schnelles Wachstum aufweisen. Darüber hinaus verbessern und regenerieren einige Pionierarten die Bodenfruchtbarkeit und entwickeln schnelle eine gute Beschattung des Untergrundes. Dadurch werden die dominante, wenig schattentolerante Grasarten verdrängt, die einen Großteil der vorhandene Nährstoffe binden und ein wachstum der Setzlinge verhindern. 25 Prozent der gepflanzten Baumarten sind Sekundär- und Klimaxarten, also typische Baumarten älterer Wälder. Die beiden Sukzessionsklassen werden in alternierendne Reihen im Abstand von 2 x 3 Metern gepflanzt. Dieses Pflanzschema hat sich bewährt und wird in vielen Aufforstungsprojekten, die der Renaturierung dienen, verwendet. Pro Hektar werden so ca. 1600 Setzlinge gepflanzt, was in etwa der Baumdichte eines gewachsenen Waldes entspricht.
Die Setzlinge werden von der lokalen Baumschule Floresta Viva bezogen. Es werden gezielt Baumarten gepflanzt, die Goldkopflöwenäffchen Nahrung oder Schlafplätze bieten, wie Eugenia sp., Protium heptaphyllum und Pouteria grandifolia, eine entsprechende Liste mit Baumarten wurde von Prof. Leonardo de Carvalho Oliveira erstellt, die wichtigsten Arten für Goldkopflöwenäffchen sind hier kategorisiert und priorisiert.
Die verlassene Viehweide der Fazenda Bom Pastor im Jahr 2018, bevor wir mit der Restaurierung begannen
In einem kleinen Gewächshaus in der Nähe der Wiederaufforstungsflächen lagerten wir die Setzlinge, bis sie von Freiwilligen gepflanzt wurden.
Freiwillige aus Deutschland und Brasilien waren ein wesentlicher Bestandteil der Aufforstungsperioden 2018 und 2019
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